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Wie wir unser Kindersitz-Sortiment auswählen

Weil wir schützen, was ihr liebt.


Die Suche nach einem passenden Kindersitz gleicht heutzutage einem großen Projekt.

Sicher muss er sein, die Kindersitznormen erfüllen, ins Auto passen und - ach ja - euer Kind soll auch noch bequem sitzen können.

Doch welcher Sitz erfüllt nun all diese Kriterien?


Genau das sind die Grundfragen, die wir uns für unser Sortiment stellen - und euch abnehmen wollen.


Die erste und wichtigste Frage, nach der wir unsere Kindersitze sortieren, ist die Sicherheit.

Jeder in Deutschland zugelassene Kindersitz hat einen Zulassungstest durch TÜV/DEKRA durchlaufen und bestanden. Zugelassen werden die Sitze entweder mit der Zulassungsnorm ECE R 44/04 oder ECE R 129.

Der Crashtest dieser Sitze beinhaltet einen Frontalcrash von 50 km/h und einen Heckaufprall mit 30 km/h. Ein Seitenaufpralltest ist mit 24,5 km/h nur bei der ECE R 129 vorgesehen. Bei Sitzen der ECE R 44/04 wird er nicht durchgeführt. Der Kindersitzhersteller muss nur nachweisen, diesen Crashtest durchgeführt zu haben, er wird nicht von unabhängiger Seite aus geprüft. Sollte der Kindersitzhersteller keine eigene Teststrecke haben, kann er diese Tests direkt beim TÜV oder der DEKRA durchführen. Gemessen werden die Belastungen des Dummys, also des Mitfahrers im Kindersitz, bei der ECE R 44/04 nur an Kopf und Brust. Bei der ECE R 129 kommen noch Nacken und Bauch dazu.

Der Kindersitz hat diesen Test bestanden? Er kommt nun auf den Markt, ohne eine unabhängige Prüfung bei höheren Geschwindigkeiten.


In unser Sortiment kommt er hier noch lange nicht. Denn wir möchten, dass all unsere Kindersitze unabhängig getestet wurden. Hier kommen nun zwei andere Verfahren ins Spiel.


Der ADAC Kindersitz-Test

Zweimal jährlich testet der ADAC zehn Kindersitze, die bereits auf dem freien Markt verfügbar sind. Hierbei wird der Kindersitz auf einem Prüfschlitten mit der Karosserie eines Vw Polo VI installiert und mit 64 km/h Frontalaufprall gecrasht. Der Seitenaufpralltest findet mit 50 km/h statt. Zusätzlich werden mit Bedienung, Ergonomie und Schadstoffprüfung noch drei weitere Kriterien hinzugezogen.

Leider wertet der ADAC die Sicherheitsnote nur zu 50%. Bedienung wird zu 40% und Ergonomie zu 10% gewertet. Die Schadstoffprüfung fällt extra aus. Wir als Fachhändler für Kindersitze werfen ein besonderes Augenlicht auf die unterschiedlichen Sicherheitsnoten. Diese setzen sich zusammen aus:


Schutz beim Frontaufprall40% Schutz beim Seitenaufprall40% Gurtverlauf10% Standfestigkeit auf Fahrzeugsitz10%


Insbesondere rufen wir uns auch die Ergebnisse der Nackenbelastung und Vorverlagerung des Dummy’s ab. Denn diese geben uns Aufschluss über die höchsten Schwachstellen von vor allem Kleinkindern: Die Halswirbelsäule.


Der schwedische Plus-Test

Der zweite Kindersitz-Test in unseren Reihen ist der schwedische Plustest. Durchgeführt vom VTI (nationales Institut für Straßen- und Verkehrsforschung), NTF (schwedische Verkehrssicherheitsorganisation), Folksam (Versicherungsgesellschaft), SIS (schwedische Normungsorganisation), Volvo und Vertretern von Herstellern für Kindersitze gilt er als der härteste Kindersitz-Crashtest der Welt. Er legt insbesondere Wert auf die Belastungswerte im Kopf- und Nackenbereich.

Aufgrund ihrer Anatomie sind Kleinkinder von dieser Art an Verletzungen am häufigsten betroffen. Die Maximalwerte des Plus-Tests liegen hier gerade einmal halb so hoch wie bei vergleichbaren Testverfahren, nämlich bei 1220 N Belastungsgrenze.

Ab dieser Belastung sind schwere bis tödliche Verletzungen im Halswirbelsäulenbereich eines Kleinkinds zu erwarten.

Getestet wird bei 56 km/h mit verkürztem Bremsweg.

Besonders spannend: die Teilnahme am schwedischen Plus-Test ist freiwillig. Kindersitzhersteller, die also von ihrem Produkt überzeugt sind, können ihren Sitz testen lassen. Beim Bestehen des Tests fällt auch nur die Sicherheit ins Gewicht, es gibt keine anderen Werte: Ein Sitz mit Plustest-Siegel hat also das Höchstmaß an Sicherheit erreicht.

Übrigens: aufgrund der niedrig angesetzten Belastungsgrenze hat noch kein vorwärtsgerichteter Sitz diesen Crashtest bestehen können.


In unser Sortiment werden nur Sitze mit besonders niedriger Nackenbelastung aufgenommen - diese wurde entweder durch den ADAC-Test oder den schwedischen Plus-Test nachgewiesen.


Ihr braucht euch also um die Sicherheit eures Kindes im Kindersitz keine Gedanken machen, wenn ihr zu einer Beratung zu uns kommt.


Wir testen mit euch gemeinsam, in welchem Sitz euer Kind am besten sitzt (hier spielen Proportionen, Gurtverlauf und Sitzverkleinerer eine Rolle), welcher Sitz am besten in euer Auto und zu euren Bedürfnissen im Alltag passt und ihr wählt den für euch passenden Sitz ganz ohne Sicherheitsbedenken aus.

Denn wir schützen, was ihr liebt.





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